Weltmeisterauto von 1986 zeigt auch nach 24 Jahren noch seine Rennqualitäten

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Audi feiert dieses Jahr 30 Jahre Quattro. Auf der Rallye Legend in San Marino sorgten zwei Audi Sport Quattro S1 für Furore unter den Fans. Keiner beherrscht ein Rallyeauto so wie Walter Röhrl. Unter den Enthusiasten gilt er als Künstler am Lenkrad. In San Marino pilotierte der ehemalige Rallye-Weltmeister seinen alten Quattro über die Schotterpisten. Auch Volkswagen schickte ein Fahrzeug ins Rennen bei der Rallye Legend: Einen Golf 2.

Die Nacht der langen Messer: So heißt eine der wohl bekanntesten Prüfungen des Rallyesports. Wie lange Dolche strahlen die Fernlichter der Rallyeautos in die Dunkelheit, wenn sie unter frenetischem Jubel der Zuschauer den Col de Turini, einen Berg an der Cote d´Azur hinauf stürmen. Auch Kenneth Eriksson lenkte in den 1980er Jahren seinen Golf GTI über die eisglatten Pisten bei der „Monte“. Und im Jahr 1986 holte er mit dem Modell aus Wolfsburg souverän den Weltmeistertitel.

In San Marino war die Stimmung am Wochenende ganz ähnlich. Die achte Auflage der Rallye Legend lockte mehr als 50000 Zuschauer in den italienischen Kleinstaat an der Adria. Der brüllende Motorenklang von Rallyeautos aus vergangenen Tagen hallt durch die Nacht. Hier kämpfen legendäre Fahrer wie Walter Röhrl, Francois Delecour oder Didier Auriol um den Titel. Bei dieser Veranstaltung ist im Gegensatz zu klassischen Rallyes ein ambitionierter Gasfuß gefragt. Es geht um die schnellste Zeit, nicht um Gleichmäßigkeit.

Volkswagen hat für dieses Rennen historischer Rallyefahrzeuge seinen Rallye Golf GTI von 1985 reaktiviert. Im illustren Feld von Lancia S4, Lancia Stratos oder Porsche 911 S von 1971 handelt es sich beim Volkswagen aber um das originale Siegerauto von 1986 – der GTI ist keine Replik wie so viele Teilnehmerfahrzeuge. Doch das hindert die Besatzung nicht daran, mit einer spektakulären Staubfahne auf den Spezialprüfungen um gute Zeiten zu kämpfen. „Bellissima! Bravo!“ Die Begeisterung der italienischen Tifosi ist groß, als das Eriksson-Auto an ihnen vorbeiprescht.

Sonor brabbelt der Motor des GTI am Start vor der letzten Spezialprüfung. Der Streckenposten Signalisiert: Noch 30 Sekunden. Dann zählt er runter. Bei Null verwandelt sich das brabbeln in ein brüllendes dröhnen und der GTI rauscht auf die erste Kehre zu. Ein kurzer Drift, das Heck rutscht herum und unter den Begeisterungsstürmen der Zuschauer kämpft sich der GTI nach der 180-Gradkehre den Berg hinauf. Die Rallye Legend ist ein knallhartes Rennen und fordert alles von Mensch und Material. Der GTI hat diese Prüfung mit Bravour bestanden. Ohne Schaden wird er in den kommenden Tagen wieder zum Fahrzeugpool von Volkswagen Classic zurückkehren. (ampnet/tw)

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