Skoda mit drei seltenen Klassikern in Wiesbaden am Start

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Bei der 31. Oldtimerrallye Wiesbaden (29.5. – 1.6.2014) geht Skoda mit drei besonders seltenen Fahrzeugen an den Start. Der Laurin & Klement 110 aus dem Jahr 1925 ist eines der letzten L&K-Modelle, bevor sich das 1895 gegründete Unternehmen aus dem tschechischen Mladá Boleslav mit den Skoda-Werken aus Pilsen zu einem gemeinsamen Unternehmen zusammen schloss. Der mächtige 645 hingegen unterstreicht das Oberklassen-Renommee der Marke in den 1930er Jahren. Dritter im Bunde ist eine seltene Roadster-Version des erfolgreichen Typs 1102 von 1949. Skoda stellt bei der Oldtimerrallye Wiesbaden zudem zahlreiche Begleit- und Servicefahrzeuge sowie fast 20 Superb als Shuttles für Teilnehmer und Gäste bereit. Mehr als 100 automobile Raritäten nehmen an der Gleichmäßigkeitsfahrt durch die malerischen Hügellandschaften des Rheingau und des Taunus teil.

Skoda-Spezialist und Sammler Peter Sudeck bringt gemeinsam mit seiner Frau Ursula den 1931 gebauten Skoda 645 an den Start. Die über fünf Meter lange Limousine wurde 1929 auf dem Prager Automobilsalon als weiteres Luxusmodell der Marke präsentiert, die in der automobilen Oberklasse zu jener Zeit großes Renommee besaß. Die Modellbezeichnung ergab sich aus Zylinderzahl und Leistung: Der 2,5 Liter große Sechszylinder-Reihenmotor bringt es auf 45 PS (33 kW). Bemerkenswert ist die Mischkonstruktion aus einem Stahlchassis und der mittragenden Holzkarosserie. Sudeck entdeckte das zerlegte Fahrzeug vor mehr als zehn Jahren in Tschechien und ließ es aufwändig wieder restaurieren. 758 Exemplare dieses Typs wurden seinerzeit gebaut, heute ist nicht einmal mehr ein halbes Dutzend dieser repräsentativen Limousinen bekannt.

In der „Sport“-Wertung der Veranstaltung gehen der siebenfache deutsche Rallye-Champion Matthias Kahle und Beifahrer Peter Göbel an den Start. Kahle pilotiert den Laurin & Klement 110 von 1925, dessen wassergekühlter Vier-Zylinder-Reihenmotor es mit 1791 Kubikzentimetern Hubraum auf rund 25 PS bringt. Der feuerrote Klassiker stammt aus den Werkshallen der Gründerväter Václav Laurin und Václav Klement und ist das vorletzte Modell, das unter ihrer Marke L&K auf den Markt kam. Nach 1925 trugen die Automobile aus Mladá Boleslav den Namen und das markante Logo von Skoda.

Den Skoda 1102 Roadster von 1949 setzen Elmar Schorpp und Ulrike Bühner-Schorpp ein. Der Zweisitzer basiert auf dem „Popular“ genannten Vorkriegsmodell 1101. Zunächst als zweitürige Limousine gebaut – daher der Kosename „Tudor“ – avancierte diese Baureihe zu einem echten Bestseller: Bis 1952 wurden rund 70 000 Exemplare produziert. Der Vierzylinder des Roadsters mobilisiert aus 1089 Kubikzentimetern Hubraum 32 PS (24 kW) und besitzt eine damals ausgesprochen fortschrittliche OHV-Ventilsteuerung.

Die Rallye startet morgen mit der technischen Abnahme und einem Prolog auf dem Wiesbadener Schlossplatz. Am Freitag führt die Route durch den Rheingau, am Sonnabend geht es in den Taunus – die beiden Etappen umfassen zusammen je nach Wertungsklasse eine Distanz von 340 bis 370 Kilometern. Am Sonntag, beschließt ein Concours d’Elegance die Traditionsveranstaltung.

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